FOX RigDays

Der Winter ist nun in aller Härte über Europa hereingebrochen und ließ somit auch noch die letzten Gewässer mit einer fetten Eisschicht zufrieren… In den Blogs und Foren erkennt man an den Inhalten mancher Artikel und Posts auch schon, dass der Winter sehr weit fortgeschritten ist und die Leute schön langsam wieder ans Wasser sollten. So kamen die FOX RigDays im Carphunter&Co- Shop gerade recht um mal wieder ausführlichst über unser aller Leidenschaft und vor allem über die  Neuigkeiten am Rig- Sektor fachzusimpeln. Für neueste Tricks und Kniffe aus dem Karpfensektor  standen die beiden -von FOX gesponserten Spezis- Hannes Novak und Andreas Karrer Rede und Antwort und im Raubfischbereich versuchte ich den Besuchern die Ideen hinter all dem verschiedenen Takle aus der FOX Rage- und FOX Predator- Serie zu vermitteln… Mit toller Verpflegung vom Carphunter&Co- Team vergingen die beiden Tage wie im Flug und nach einigen wirklich sehr interessanten Gesprächen war auch schon wieder alles vorbei!

Solche Events verkürzen dann doch recht angenehm die Schonzeit und lassen die Tage bis man wieder ans Wasser kann um einiges schneller vergehen. Im Anschluss gibt’s noch ein paar Bilder vom Event…

…hier gibt’s zum Abschluss noch ein paar Pics von der Karpfenfront :-)

http://dragonbaits.blogspot.com/2012/02/fox-rid-day.html

…bis zum nächsten Mal!
cu -stone-

Zander auf die Schnelle

Ich darf heute mit großer Freude wieder einmal einen sehr, sehr interessanten Gastartikel von Udo Krzikawski, (FOX Rage PRO Team- Member) hier auf predatorfishing.at präsentieren!!! viel Spaß beim lesen des Artikels eines wirklichen Zander- Haudegens ;-)

Ein Zanderangler zu Saisonbeginn lässt sich häufig anhand leuchtender Augen, zufriedenem Lächeln und erhabenem Auftreten erkennen. Diese Charakterisierung trifft jedoch spätestens nach drei, vier Wochen nur noch auf die wenigsten Petrijünger zu. Die Leichtigkeit des Zanderangler-Seins kommt abhanden, sobald sich der Zielfisch rarmacht. An den Stellen, die noch vor kurzem wie wahre Zandernester schienen beißt nichts mehr und auch der neue Lieblingsköder kann dem Wasser kaum noch einen Fisch entlocken. Dies ist je nach Gewässer und Witterung häufig ab Ende Juni der Fall. Wer noch etwas Grün hinter den Ohren ist verfällt schnell der Behauptung, das Gewässer sei „leergefischt“. Alten Hasen verkneifen sich Klagen oder Ausreden, wissen sie doch, dass irgendwann im Herbst der Stachelritter wieder urplötzlich da ist. Doch wo steckt der Zielfisch in der Zwischenzeit? Zumindest für die meisten Flüsse und Ströme habe ich eine Antwort parat. Diese trifft auf all jene Fließgewässer zu, die über Uferbefestigungen in Form von Steinpackungen verfügen, denn genau an deren Fuße weilt der Zander zu dieser Zeit. Dies ist den meisten sicherlich geläufig. Noch relativ unbekannt ist die Tatsache, dass die Fische direkt in die Steinpackung ziehen, um Kleinfische zu jagen, die dort in großen Scharen nach Nahrung und Versteckmöglichkeiten suchen.

Zwar lässt sich sicher der ein oder andere Zander am Fuße der Steinpackung überlisten, doch in den Jagdphasen steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen Biss um ein Vielfaches. Diese verbringen die Räuber größtenteils über dem Teppich aus Steinen, weshalb wir unseren Köder genau hier anbieten müssen, um dem Zandern auch im Sommer erfolgreich nachzustellen. Versuche diesen Gewässerbereich mit üblichen Methoden zu befischen werden vermutlich nicht von Erfolg gekrönt sein und höchstens den Gerätehändler glücklich machen. Wenig Fische, dafür viele Hänger und Abrisse sind häufig das Ergebnis solcher Experimente. Daher habe ich eine Methode entwickelt, die das Verhältnis von Hänger und Zandern umkehrt – das Vertikale Faulenzen. Am besten lässt sich die Technik als eine Symbiose aus Vertikalangeln und Drop-Shot-Fischen beschreiben. Die dazu verwendete Montage ähnelt dem herkömmlichen Dropshoten: An eine geflochtene Hauptschnur wird ein Drop-Shot-Vorfach geknüpft und mit einem – je nach Strömungsverhältnissen – 30 bis 50 gr. schweren Drop-Shot-Blei versehen. Wichtig ist dabei ein stabförmiges Belei zu nehmen, um die Hängergefahr zu reduzieren. Die Art und Weise der Köderpräsentation bedingt ein solch hohes Bleigewicht. Hierzu wird die Montage einige Meter vom Boot entfernte eingeworfen und kontrolliert zum Boden gelassen. Anschließend schleppt man den Köder mit Hilfe des E-Motors langsam über die Steinpackung. Dabei sollte man immer rückwärtsfahren, da sich das Boot so einfacher manövrieren lässt. Das Blei schleift durch die Schleppfahrt über den steinigen Grund und lässt den Köder permanent im fängigen Bereich spielen, bis dieser auf einen Trupp jagender Zander trifft.

Apropos Köder! Beim Vertikalen Faulenzen werden keine klassischen Drop-Shot-Köder verwendet, sondern Gummifische mit Schaufelschwanz. Mein absoluter Lieblingsköder ist der Quivershad von Fox Rage, der sich zum einen hervorragend auf einen Drop-Shot-Haken montieren lässt und zum anderen durch sein flankendes Laufverhalten die Zander zusätzlich reizt. Beim Vertikalen Faulenzen kommen herkömmliche Vertikalruten zum Einsatz, die ob der verwendeten Bleie ein hohes Wurfgewicht aufweisen sollte. Eine kleine Baitcast-Multirolle komplettiert das Gerät. Zur Verbindung von Hauptschnur und Vorfach bieten sich Ringe aus der Karpfenangelei an, die mittlerweile auch einigen Herstellern speziell für das Spinnfischen in Programm genommen haben. Das Vorfach selbst sollte entweder aus Fluocarbon sein oder – bei Hechtgefahr – aus Stahl bestehen. Die Köderführung an sich ist relative simpel und ohne größere Anstrengungen verbunden, weshalb sich der Beinamen Faulenzen etabliert hat. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass das Blei stätigen Grundkontakt hat und permanent über die Steine poltert. Zusätzlich kann dem Köder noch etwas Leben einhaucht werden, in dem man das Blei immer wieder leicht anlupft. Besonders vielversprechend ist es dem Köder mit der Rute für kurze Zeit nachzugehen, so dass dieser auf der Stelle stehen bleibt und langsam auspendeln.

Häufig erfolgt gerade jetzt eine Attacke. Neben der Köderpräsentation kommt dem Steuermann eine erfolgsentscheidende Rolle zu. Er sollte die Geschwindigkeit variieren und unterschiedliche Tiefenbereich der Steinpackung anfahren, bis sich der Erfolg einstellt. Dies kann mitunter auch Tageszeit abhängig sein. In den Morgen- und Abendstunden rauben die Stachelritter häufig dicht am Ufer in 1-2 Meter tiefen Wasser. Tagsüber treiben sie eher im unteren Bereich der Steinpackung ihr Unwesen. Zudem hat die Praxis gezeigt, dass es einen erheblichen Unterschied machen kann, ob mit oder gegen die Strömung gefahren wird. Durch diese Technik kann recht zügig ein großer Bereich befischt werden und die Chance auf jagende Zander zu treffen steigt enorm. Es scheint immer wieder kurze aber heftige Fressphasen zu geben, in denen die Zander zum Beutemachen in die Steinpackungen ziehen. In der restlichen Zeit liegen die Fische mehr oder weniger lethargisch am Fuße der Steinpackung. Deshalb kann die Fängigkeit eines Gewässerabschnitts innerhalb kürzester Zeit variieren. Wer herausgefunden hat wann der Zander wo auf Beutezug geht, kann wahre Sternstunden erleben. Es kommt zum Glück selten vor, doch an manchen Tagen ist auch mit dem Vertikalen Faulenzen kein Blumentopf zu gewinnen. Eine Abwandlung der Methode kann häufig doch noch den ersehnten Fisch bringen. Dazu wird der Köder mit 15-20 Metern deutlich weiter hinter dem Boot geführt. Zudem erhöht man die Schleppgeschwindigkeit, sodass man gerade noch Kontakt zum Boden halten kann. Das Blei rattert dabei wie verrückt über die Steine und der Köder imitiert einen flüchtenden Fisch. Die Bisse sind so brutal, dass es ratsam ist die Rute gut festzuhalten. Mit dem Vertikalen Faulenzen solltet ihr für die schwierigen Sommermonate gewappnet sein und etwas Leichtigkeit mit in den Herbst retten können. Ziehen die Weißfische in tieferes Wasser folgen ihnen die Zander und andere Methoden haben wieder die Nase vorn.

Ein Artikel von Udo Krzikawski; FOX Rage- Pro Team Member

Damit es auch mal mit dem “Dicken” klappt!

Heute und vielleicht in Zukunft öfter gibt es einen wirklich tollen “Gastartikel” von Felix Emig zum Thema Zanderangeln. Vor allem die Bilder solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen! DANKE Felix und Hut ab zu deinen Fängen! Doch jetzt viel Spaß mit dem Artikel…

Ich heiße Felix Emig bin vom Fox Rage Pro Team und möchte euch in diesem Blog erläutern worauf man beim Zanderfischen achten sollte, das es auch mal mit dem “Dicken” klappt.

Felix und ein fetter Zander auf 'nem PRO Shad

Felix und ein fetter Zander auf 'nem PRO Shad

1.das Angelrevier
Mit der wichtigste Faktor ist die Wahl des richtigen Gewässers,denn regemäßige Ausnahmefänge sind natürlich auch nur an Ausnahmegewässern möglich.Deshalb solltet ihr auch mal in kauf nehmen 150-200 km bis zu einem Top-Gewässer zu fahren,denn in dem kleinen Stadtweiher um die Ecke schwimmt bestimmt auch mal der eine oder andere große Zander und Hecht rum,aber das Abwachsen der Fische ist dort meist sehr begrenzt.Generell gilt das die Raubfische in einem Gewässer welches einen guten Bestand an “Fettfischen”wie Maränen oder Herringen aufweist,am schnellsten und vor allem am größten abwachsen.

2.Gerät
Zum Gerät ist zu sagen das es natürlich der zu beangelnden Fischart und dem Angelrevier angepasst werden muss.Bei der Rutenwahl sollte nicht gespart werden da speziell bei der Gummifischangellei ein hochwertiger,schneller ,straffer aber trotzdem sensibler Blank von Nöten ist um auch den feinsten Anbiss in der Rute zu spüren.Ein ganz wichtiger Faktor ist eine geflochtene Schnur um einen ordentlichen Anhieb zu setzen.Ich persönlich habe beim fischen die Bremse komplett geschlossen(man sollte aber bei der ersten flucht schnell reagieren können!)und schlage bei einem Biss sehr kräftig an,da der Zander ein sehr hartes Maul hat.Bei halbgeöffneter Bremse verpuffen die Anschläge und es hagelt Fehlbisse!Ich habe schon oft genug Angelkollegen oder Bootsnachbarn gesehen die daran verzweifelten und wenn man am Tag nur 2 Bisse bekommt und die dadurch noch versiebt ist das sehr ärgerlich!Auf ein Flexonitvorfach sollte meiner Meinung nach nie verzichtet werden,es sei denn das Wasser ist sehr klar und man kann Hechte im Gewässer komplett ausschliessen,denn ein Flurocarbon ist den Hechtzähnen auf dauer nicht gewappnet!

Felix und noch ein fetter Zander auf 'nem PRO Shad

Felix und noch ein fetter Zander auf 'nem PRO Shad

3.Technik
Die Führungsweise ist Geschmacksache wichtig dabei ist nur das der Kontakt zum Köder während der Absinkphase immer hergestellt ist da die Zanderbisse zu fast 99% beim absinken kommen.Ich “faulenze”(der Köder wird nur über die Rolle geführt)eigentlich das ganze Jahr über,im Sommer und Frühherbst ziemlich aggressiv und mit teilweise mit überbleiten Gummifischen,da grade die schnelle Absinkphase in den wärmeren Monaten die Bisse bringt.Der Spruch “so leicht wie möglich und schwer wie nötig”trifft eigentlich nur bei sehr geringer Wassertemperatur ein,wenn die Futterfische sich auch sehr ruhig verhalten.

4.Köder
Jetzt kommen wir zu meinen Lieblingsthema und einem Thema das immer aktuell bleibt-die Gummis!Felix und noch ein fetter Zander auf 'nem PRO Shad
Meine Devise lautet “maximale Ausrüstung sichert maximalen Erfolg” und bin der Meinung das man für alle Situationen am Wasser gewappnet sein muß,da man oft nicht genau weiß was für Bedingungen am und im Gewässer herrschen,außerdem ist der Zander ein sehr launischer Fisch und so fischt man an manchen Tagen mit 2-3 Gummis an manch anderen wiederum mit bis zu 20!Die Farbe ist fangentscheident man muß sie genau der Gewässertrübung und dem Nahrungsangebot der Zander anpassen.Zu über 70% fische ich eigentlich mit perlmutfarbenden Gummifischen mit schwarzen,dunkelgrünen oder braunen Rücken,bei sehr trüben Wasser und einer Wassertiefe ab 3 Metern ist weiß trumpf.Aber trübes Wasser ist nicht gleich trübes Wasser,in meinen Revieren wo ich fische ist es meist braun-trüb und an den Holländischen Baggerseen z.B. ist es eher milchig-trübe,daher wird in Holland überwiegend mit braunen u.schwarzen Gummis gefischt.Ebendso ist die Farbe des Gewässerbodens(man erkennt diese an der Zeichnung und Farbe der gefangenen Fische)für die Auswahl der Köder wichtig,auf hellen Kiesboden setzen sich dunkle Farben wie braun und schwarz am besten ab und bringen in der Regel die meisten Bisse,aber auch hier gilt probieren geht über studieren.
Eines hatt sich jedoch ganz klar abgezeichnet-7 Zander über 90 cm hab ich in den letzten Jahren auf große Köder zwischen 12-15 cm gefangen,also keine Angst vor großen Gummis und nicht zu klein fischen!
Bei den Modellen gibt es viele die ihre Fische fangen,aber einen möchte ich da besonders herrausheben der letztes Jahr wie eine Bombe eingeschlagen hatt-es ist der neue Pro Shad von Fox.Ihm hab ich letztes Jahr einen Traumtag mit Zandern von 92,91,88,85 und 80cm zu verdanken!
Weitere sehr gute Gummis sind die Shaker von Lunker City,der 6èr Sea Shad von Bass Assassin,der Kopyto River und Shark,die Fat Swing Impacts von Keitech usw.,also da gibt es so einige!

Softlure Boxen von Felix

Softlure Boxen von Felix

Eins möchte ich noch loswerden,der Spruch “der Weg ist das Ziel” passt beim Zanderfischen wie die Faust auf`s Auge.Es sind die Details die man sich bei einem Fangerfolg unbedingt einprägen muß:welcher Gummi in was für einer Farbe,welche Wassertiefe bei welchen Wetter zu was für einer Jahreszeit usw.,das sind Daten die man sich merken muß um dauerhaft erfolgreich zu sein!

Ich hoffe das ich euch mit dem Bericht was das Zanderfischen angeht ein bischen weiterhelfen konnte!
Das Dropshot und die Vertikal-angelei hab ich bewußt rausgelassen-es hätte den Rahmen gesprengt,es ist aber sehr schade das die vertikalfischerei in so vielen Gewässern Deutschlands verboten ist,da teilweise nur vom verankerten Boot geangelt werden darf und es zur kalten Jahreszeit “die” Methode schlechthin ist!Da haben es unsere Kollegen in den Niederlanden besser…

Also ich wünsche euch dicke Fische und nicht verzweifeln-es gibt immer mal ein Schneidertag,aber auch an solchen Tagen kann man was lernen!

Think different!

Schwarzbarsch an für ihn untypischer Stelle

Schwarzbarsch direkt am Badeufer

Jeder von uns hat ein Tier in sich, nenne man es wie man will… ich nenne es das Gewohnheitstier… Es ist groß, faul und vor allem eines; nämlich Ideenlos. Ich kenne genügen Angler die immer ihre 3 gleichen Köder an den selben Stellen durchs Wasser schleifen, die Motivation eher mager und wenn man sie dann fragt warum sie diesen oder jenen Köder  genau an dieser oder jener Stelle verwenden kommt die immer wieder verblüffende Antwort… “Na, Ja… ich hab damals, vor 2 Jahren genau an dieser Stelle mit diesem Köder einen tollen Raubfisch überlisten können…” hmmm… OK, dass noch so ein Prachtexemplar genau auf dieser Stelle steht und Lust auf einen Köder hat, den er schon seit Jahren vor sich herumtaumeln sieht ist eher gering. Wie groß die Chance ist, dass der selbe Fisch noch einmal auf dieser Stelle steht und auf den selben Köder beisst muss ich euch jetzt nicht näher erläutern. In erster Linie geht es darum, mal die alten Zöpfe abzuschneiden, die Heros mit denen man schon gut gefangen hat in der Köderbox zu lassen und mal etwas neues zu probieren. Sicherlich gibt es gute und weniger gute Stellen an denen Raubfische sich aufhalten, doch wer sagt dass der Raubfisch immer an einer Kante am Grund oder unter einem Steg oder Baum stehen muss… Ich hab schon Hechte an Stellen gefangen wofür ich vorher nur belächelt wurde und kein einziger Angler seinen Spinnköder je ins Wasser gehängt hat, denn die Hotspots waren ja ganz wo anders. Dort haben sie sich getummelt und kreuz und quer jeden Quadratmillimeter abgetastet, JA genau, nicht die Raubfische, sondern die Angler. Den Raubfischen war es schon lange bewusst, dass an diesen Hotspots zwar einfach an Futter zu gelangen war, weil sich auch die Futterfische dort aufhielten, doch bemerke ich immer wieder wie schnell sich Raubfische auf die Gefahr von Kunstködern einstellen und solche Orte gar nicht mehr aufsuchen. Deswegen probiert mal den hässlichen Kunstköder an einer Stelle an der ihr normalerweise nicht angeln würdet… und dies nicht halbherzig und mit dem Gedanken dass da eh nichts beissen wird, sonder mit dem Elan und der Energie wie ihr sonst an den Hotspots fischt. Ein Tip noch: viel einfacher fällt diese Art der Fischerei, wenn man den Schneidertag schon abgewendet hat. Soll bedeuten, wenn ich bereits ein oder zwei Räuber überlisten konnte beginne ich zu experimentieren und nicht, wenn sowieso nichts geht, denn da ist die Motivation eh schon im Keller und unter diesen Bedingungen fängt man sowieso schwer seine Fische. Ich konnte mit dieser Methode am Ende des Tages schon so manch ein Prachtexemplar vorweisen, auf einem Köder und an einer Stelle gefangen wo ich es selbst nicht geglaubt hätte. Zum Abschluss sei noch gesagt, dass diese Phänomen genau den Anfängern unter uns in die Hände spielt, denn deren großer Vorteil ist, dass es für sie noch keine Gewohnheiten, keine Hotspots und keine Top- Köder gibt. Sie fischen frei von der Leber und überraschen uns so immer wieder mit tollen Fängen!

Ein in das Hirn eingetrampelte Pfad des Schleppfischers ist es, das Gewässer nach einer bestimmten Route abzufahren. Entweder kennt

Think different! wenn ihr die Köder durchs Wasser zieht!

Think different! wenn ihr die Köder durchs Wasser zieht!

man den Gewässergrund sowieso schon wie seine eigene Westentasche oder man hält sich an ein Echolot. Dabei kommt es immer wieder zum Phänomen, dass die Raubfische nur an gewissen Stellen beissen, und zwar wenn das Boot eine enge Kurve fährt. ”Und hier musst du genau die Gewässerkante in einem kleinen Radius abfahren…” Sagte einst ein Freund zu mir…  Jetzt vermuten viele, dass sich eben gerade an diesem Wendepunkt ein Hotspot befindet an dem die Raubfische wie die Bananen in der Bananenschachtel aufgereiht stehen und nur warten, biss der wunderschön blitzende Kunstköder vor deren Maul vorbei schwimmt. Doch genauso könnte es doch sein, dass durch die enge Kurve die man fährt, der Kunstköder um einiges langsamer wird und irgendwann die ideale ich nenn es mal “Beissgeschwindigkeit” erreicht, bei der die Räuber schwach werden. Was ich damit sagen will, es ist nicht immer die erste Erklärung die einem einfällt die Richtige… probiert einfach mal von einer anderen Seite her an die Sache heranzugehen und ihr werdet sehen, dass auf einmal auch an Stellen über die ihr erst noch rübergebrettert seid auf einmal Raubfische beissen und vielleicht ist ja genau da das lang ersehnte Prachtexemplar von Hecht dabei! Wir sind darauf hin die selbe Strecke noch einmal um einiges langsamer zurückgefahren und konnten einige Fische landen, wo kurz vorher noch garnichts ging…

Eine weitere Anekdote zum Thema Think Different zeigt, dass auch immer wieder der Schein des “richtigen Platzes” trügen kann. Wie oft hat man schon eine aufschlussreiche Stelle am Gewässer stundenlang beangelt ohne einen einzigen Biss zu bekommen. Und nach einiger verstrichener Zeit haben die Raubfische auf einmal wie verrückt auf einer ganz anderen Stelle gebissen. Riskiert doch mal den Weg zurück zu eurem bevorzugten Hotspot nachdem auf der anderen Stelle die bisse versiegen und ihr werden sehen, dass der Spot gar nicht so übel war, sondern euch einfach die Beisszeit einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Ein sehr altes Sprichwort sagt nicht umsonst “Zur richtigen Zeit am Richtigen Ort…”

Tiefgefrorene Sardellen aus dem Supermarkt

Tiefgefrorene Sardellen

Eine Vorgehensweise für dich ich auch immer wieder belächelt wurde war die Tatsache, dass man Raubfische genau so anfüttern kann wie es die Jungs im Katpfensektor schon seit ewigen Zeiten machen. Wirft man in gewissen Abständen immer wieder Fischfetzen, oder zerschnittene Stücke von Makrelen oder Sardellen an eine ausgewählte Stelle ins Gewässer, werden vor allem Zander aber auch genauso Hechte diese Stelle wittern und somit genau diese Stelle in ihre Route mit aufnehmen. Hierzu gibt es auch noch einen kleinen Tip von mir: Verstärken kann man den Lockeffekt mit feinen Partikeln wie Kürbiskernmehl oder gekochten Maiskörnern, denn dies lockt zusätzlich die Futterfische an. Tummeln sich dann die Rotfedern, Barsche und Lauben am Futterplatz und sorgen mit ihren hektischen Bewegungen für Staubwolken und Geräusche im Wasser, lockt dies die meist neugiereigen Raubfische und bringt sie somit genau in unsere Heiße Zone! Mittlerweile gibt es auch einen Hersteller, der diese Lockmischung fertig abgepackt und tiefgekühlt vertreibt. Wichtig dabei ist, dass man diese Taktik mit Maß und Ziel umsetzt, da zu viele und daher verwesende Fischstücke eher den gegensätzlichen Effekt erzielen.

Als Futter fein zerstückeln

Als Futter fein zerstückeln

Auch Lockstoffe können oft den entscheidenden Unterschied machen...

Auch Lockstoffe können oft den entscheidenden Unterschied machen...

Es muss nicht immer Fisch sein! Von einer wirklich sehr schrägen Fangmethode konnte ich letztes Jahr gleich ein paar mal profitieren. Immer wieder hört man davon und mir ist es selbst schon sehr oft beim Ausloten passiert. Beim einholen der Lotmontage krachen immer wieder Raubfische auf den sehr schnell und durch das Blei direkt am Gewässergrund taumelnden Schwimmer. Vor allem mit orangen Schimmern ist mir das immer wieder mal passiert. Andere denken sich nur “Echt arg… “, ich hingegen hab mir für dieses Phänomen eine Montage gebaut, mit der ich schon so manchen Zander und auch Hecht überlisten konnte. Eigentlich ein logischer Köder, vor allem im Frühjahr… Das Blei mach mächtig Lärm wenn es gegen die Steine am

Live Bait Slider als Köder?

Live Bait Slider als Köder?

Gewässergrund schlägt und macht so die Raubfische auf sich aufmerksam und der hin und her taumelnde Schwimmer erzeugt den Beissreiz bei unseren Freunden. Einfach durch einen Live Bait Slider ein Stahlvorfach gefädelt und am oberen (orangen) Ende einen fetten Drilling angebracht (maximal 1-2 cm Spiel zwischen Schwimmer und Drilling) darunter ein Grundblei am Stahlvorfach angebracht, einen Karabiner raufgequetscht und fertig ist die Montage. Man kann diese Montage wirklich verdammt weit werfen und auch ruhig etwas zügiger über den Gewässergrund schleifen… probiert es aus… ihr werdet sehen es funktioniert vor allem im Frühjahr!

Was ich mit den paar Beispielen zeigen wollte ist, dass man sehr gerne in einen “Angel- Alltagstrott” hineinschlittert, aus dem man sehr schwer rauskommt, denn unser Gehirn speichert Erfolgswege und will immer wieder nach der selben Art und weise an die Problemstellungen beim Angeln herangehen. Brecht diese eingeschliffenen Methoden und versucht mal etwas komplett Neues, nicht einmal etwas, was ihr in einer Zeitschrift gelesen habt, seid kreativ und probiert schräge Ideen ohne Vorlage und ihr werdet immer wieder überrascht sein was am Wasser passiert!

Jede Situation hat ihre Montage…

Hecht auf FOX PRedator Popup Kebab RigEs gibt Montagen wie Sand am Meer, die einen sind schon uralt, haben Tradition und sind in bestimmten Situationen immer noch unschlagbar, die anderen sind modern, werden von den älteren Semestern meist belächelt und am Wasser unglaubwürdig beäugt. Doch trotz der -laut Lehrbüchern und Magazinen- perfekten Montage für jede erdenkliche Situation kommt es immer noch auf das eigene Bauchgefühl und auf die richtige Einschätzung der am Wasser vorherrschenden Bedingungen an. Die beste Segelpose bringt nicht den erwünschten Erfolg, obwohl der Wind genau in Richtung Bucht bläst in der man mit keiner noch so tollen Weitwurfrute sonst den Köder platzieren könnte, wenn Krautfelder die Segelmontage verheddern und am weitertreiben hintern. Um noch ein Beispiel zu bringen, bringt auch das perfektest ausgelegte Paternoster Rig nicht den Traumfisch, wenn es in irgendwelchen Untiefen des Gewässers liegt und die Raubfische sich aber in den oberen Wasserschichten aufhalten. Deswegen ist jede Montage nur so gut wie sie zur jeweiligen Situation passt und die Situation kann nur der Angler direkt am Gewässer einschätzen.

FOX Predator Popup Kebab Rig

Doch ich wage schon zu Behaupten, dass es grobe Richtlinien und Anwendungsfelder für Montagen gibt, welche ich euch in diesem Bericht näher bringen will. Ich werde nicht auf jedes Detail in der Machart jeder einzelnen Montage eingehen, dafür gibt es google, das Internet und meine Page :-) , vielmehr will ich die von mir am häufigsten verwendeten Montagen gewissen Situationen am Wasser zuordnen und euch somit die Qual der Wahl am Wasser etwas erleichtern.

FOX Predator Paternoster RigBeginnen möchte ich mit einem Kassiker, stark und hoch verkrautetes Gewässer… viele sagen “da pack ich gleich wieder ein”, andre setzten auf den klassischen sehr seicht gestellten Schwimmer und sind den ganzen Tag damit beschäftigt ihn mit dem Köderfisch wieder aus den Krautfeldern zu lösen, ich setzte in dieser Situation auf das Paternoster Rig. Flexibel in der Blei- Vorfach- Länge kann man diese Montage perfekt auf die vorherrschende Krauthöhe einstellen, der Köder treibt in einem gesicherten Umkreis umher und kann sich somit nicht im Kraut verheddern und durch die quasi “Fixblei- Montage” kann man bei einem Biss sofort anheften und entgeht somit einem höllischen Kampf mit dem Raubfisch im Krautknäuel welcher meist zum Verlust des Fisches führt. Weiters ist diese Montage der Hit, wenn man den Köder auf einer ganz bestimmten Stelle in einer Strömung nahe an der Wasseroberfläche treiben lassen will (hängt eben wieder von der Vorfachlänge des Bleies ab). Wählt man das Richtige Drillingvorfach mit der richtige Hakengröße, braucht man sich auch nicht vor dem Ausspucken des Fisches fürchten.

FOX PRedator Popup Kebab RigMan kann diese Montage natürlich auch mit einem kurzen Bleivorfach in Grundnähe fischen, wobei ich da aber lieber auf das gute, alt bewährte Tiroler Hölzl oder neumodern Ledger Stem setze. Es hält den Köder und vor allem das Vorfach fern von Krebsen, scharfen Muscheln, Schlamm und Bodenkraut und bringt den mit Luft oder einem anderen Auftriebskörper versetzten Köder richtig zur Geltung. Wichtig hierbei ist dass der Köder umbedingt durch eingespritzte Luft, Styropor oder Popup’s zum schweben gebracht wird und somit in gut sichtbarer Höhe über den Gewässergrund herum taumelt. Diese Montage ist sofern es der Gewässergrund (das Kraut) zulässt über das ganze Jahr hinweg einsetzbar. Im Frühjahr an der Windkante, an der die Frühjahrswinde das warme, sauerstoffreiche Oberflächenwasser in die Tiefe pressen, an heissen Sommertagen, an denen sich die Raubfische an die Kanten des Ufers stellen oder im kühlen Herbst in dem ein fetter Happen einer Makrele dicht überm Grund dem Hecht ins Auge sticht. Diese Montage ist Ganzjährig mein Knüller.

 

Erlaubt es die Situation d.h. ist das Gewässer Krautfrei und derFOX Predator System Drifter nächste Anger weit entfernt, kommt bei mir immer wieder gerne die Segelpose zum Einsatz. Da gibt es zum einen die kleinen Darts- ähnlichen Schwimmer und zum anderen die “mehr Power”- System Drifter Segelpose mit einem beachtlichen Segel, welches dem Köder beim richtigen Wind zu wirklichem Highpeed verhelfen kann. Wie gesagt, wenn niemand in der Nähe ist und es das Gewässer zulässt ist dies eine hervorragende Art den Köder an Stellen zu bekommen, an denen ein Hecht noch nie einen Drilling von der nähe zu Gesicht bekommen hat! An Spannung ist diese Art des Angelei nur mit der Spinnfischerei zu vergleichen, da man wie Wahnsinnig die ganze Zeit auf das große Segel starrt und auf ein Abtauchen hofft… ich kann nur sagen, diese Montage ist wirklich Spaß pur und immer für eine Überraschung gut! Wichtig hierbei… nicht vergessen den Köder zu bebleien!

In diesem Sinne, bleibt kreativ und versucht öfter mal was Neues!

cu -stone-

Drop- Shot- Rig

 Benötigte Teile für ein Drop Shot Rig Bevor wir uns in diesem Artikel mit dem Bau eines Drop- Shot- Rigs beschäftigen, sollten wir uns kurz einigen allgemeinen Fragen widmen. Eine der wichtigsten Fragen zu einem Rig ist sicher die Frage des WANN! Also wann verwende ich genau dieses oder jenes Rig und wann greife ich eher zu einer anderen Montage?!? Diese Frage ist beim  Drop- Shot- Rig relativ einfach zu beantworten. Diese Rig kann man wirklich immer und überall fischen, außer die Raubfische stehen wie an so manchen Tagen auf Speed, dann sollte man eher eine Jig- , Twitch- oder Jerk- Methode in Betracht ziehen. Drop- Shot- Angeln ist eher eine ruhige Methode, manchmal auch schon fast statisch, doch gerade darin liegt der große Vorteil gegenüber den anderen erwähnten Methoden. Wenn bei der Jig- , Twitch- oder Jerk- Methode oder auch bei allen anderen Spinn- Methoden der Köder immer unter einer gewissen Geschwindigkeit durch oder am Hotspot vorbeigezogen werden muss um seine Reize zu entfalten hat man beim Drop- Shot- Angeln die einmalige Möglichkeit auch vom Ufer aus einen Hotspot intesiv über einen gewünschten Zeitraum zu befischen, ohne immer wieder auswerfen zu müssen. Somit befindet sich der Köder nicht nur immer wieder für einen kurzen Zeitraum in der heissen Zone, in der man den Fisch seines Lebens vermutet sondern kann den No- oder Low- Action- Shad so lange “tanzen” lassen wie man es für nötig hält. Jedes Kunstköders Feind wie Steine, Kraut, Äste usw. verlieren beim Drop- Shot- Angeln an Gefahr, denn das Drop- Shot- Blei flutscht leicht durch oder über solche Hindernisse und versenkt man den Offset- Haken leicht im Gummi, bleibt das Kraut auch an Ort und Stelle und sammelt sich nicht vor den Beinen des Anglers. Also zusammengefasst hat man mit dieser Montage die Möglichkeit, Hotspots intensivst zu befischen und vor allem Stellen zu befischen an denen die Raubfische vorher noch nie oder nur bis zum ersten Hänger einen Kunstköder zu Gesicht bekommen haben. Diese Montage wird zwar immer nur mit den Barschen in Zusammenhang erwähnt, jedoch erfreut sie sich mittlerweile auch für Zander und in einer leicht modifizierten Form auch für Hecht immer größerer Beliebtheit.

Hier ein Legend am DS in Action: 

So, genug Theorie, wie baut man nun so ein Rig? Man kann sich mittlerweile fertige Montagen im gut sortieren Fachhandel kaufen, doch ich bau mir gern meine eigene Version bei der Hakengröße und Vorfachlänge bzw. Vorfachstärke meinen Anforderungen entsprechen. Für die Zander- bzw. Barschversion benötigt man ca. 1m Fluorocarbon – Material in der Stärke von rund 0,30[mm] oder für Barsch kann es ruhig auch ein feinerer „Zwirn“ sein, einen Offset- Haken in der zum Kunstköder passenden Größe (Hakenspitze soll am Ende des vorderen Drittels aus dem Gummi ragen) und ein Drop- Shot- Blei. Ich montiere den Haken gerne mit einem Knoten am Vorfach, wobei es wieder Andere gibt, die Klemmhülsen oder Gummi- Schnurstopper lieber verwenden. Das Problem an den Klemmhülsen seh ich in der möglichen Quetschung des Fluorocarbon – Materials und einem damit verbundenen, enormen Tragkraftverlust an dieser Stelle. Bei den Knoten gibt es auch wieder zig verschieden Versionen, wobei ich am liebsten die „Blutknoten- Version“ verwende.

 

Also einfach im oberen Drittel des Vorfaches eine große, einfache Schlaufe binden, den Offset- Haken mit der Hakenspitze Richtung kurzem Ende in die Mitte der Schlaufe schieben und ihn in der Schlaufe 4- 5 mal um die eigene Achse eindrehen. Abschließend den ganzen Bereich um die Hakenöse etwas anfeuchten und den Knoten durch ein gleichmäßiges Zeihen an beiden Enden fixieren. Strafft man nun das Vorfach in vertikaler Lage, muss der Offset- Haken horizontal im 90°- Winkel vom Fluorocarbon abstehen,  nur dann ist das Vorfach richtig gebunden und erzielt die besten Lockeffekte unter Wasser.

Drop Shot- Blei

Am unteren (langen) Ende des  Drop- Shot- Vorfachs wird dann nur noch das Drop- Shot- Blei in der benötigten Höhe angeklemmt und fertig ist das Vorfach. Wichtig an dieser Stelle ist, dass das Blei wirklich nur durch die spezielle Öse am oberen Ende des Drop- Shot- Bleis eingeklemmt wird, denn nur so bleibt man mit der Höhenwahl flexibel und muss nicht immer neue Vorfächer für verschiedene Höhen binden. Das überstehende Ende nach dem Blei, egal wie lang es dann wirklich ist, stört beim Fischen nicht im Geringsten, keine Angst.
Für die Verbindung zur Hauptschnur (Geflochten) verwende ich ungerne irgendwelche Wirbel, Karabiner oder desgleichen, da zum einen der direkte Kontakt zum Kunstköder gerade bei dieser Montage extrem wichtig ist und dadurch verloren gehen würde und zum anderen das Gewicht des Wirbels & Co den Kunstköder relativ schnell und unrealistisch absinken lässt. Also am besten hat sich bei mir der Uni- to Uni- Knoten oder auch der Blutknoten bewährt um eine direkte Verbindung zum Vorfach herzustellen.
Abschließend fehlt zum großen Glück nur mehr der passende Köder am Haken. Dies sollte auf alle Fälle ein Offset- Haken- tauglicher Gummi sein, der durch seinen Bauchschlitz den verschiebewiderstand des Gummis am Haken minimiert und somit deutlich die Fehlbisse reduziert.

 Low- Action- ShadLow- Action- Shad

Der Haken wird einfach bei der „Nase“ des Köders mit der Hakenspitze von oben nach unten eingestochen und beim –na ja, nennen wir es mal- „Kinn“ wieder aus dem Köder herausgeführt. Dann schiebt man den ganzen Köder mit einer 180°-Drehung bis an die Öse des Offset- Hakens vor.

Loe- Action- ShadDrop- Shot- Rig

Zuletzt öffnet man den Bauchschlitz des Gummis und durchsticht den Kunstköder so, dass der Gummi weder gestaucht, noch unter Spannung am Haken steckt. Für Ungeübte, am besten vor Beginn des Aufköderns den Haken am Kunstköder anlegen und mit der Hakenspitze an der Stelle des Austritts eine Markierung in den Rücken des Gummis ritzen. So, fertig ist die Drop- Shot- Montage! Nun benötigt man nur noch eine sensible Drop- Shot- Rute mit einer leichten Multirolle und einem kurzen Griffteil und schon kann das feine Gezupfe losgehen. Am besten ihr probiert mal am Ufer in Sichtnähe wie sich der Köder bei gewissen Rutenbewegungen verhält. Ihr werdet sehen welche genial naturgetreuen Bewegungen man mit ein wenig Übung hinbekommen kann! Das Motto bei dieser Angelmethode lautet auf alle Fälle „Weniger (Bewegung) ist oft mehr“… oft reicht nur ein minimales vibrieren der Rutenspitze und somit auch des Köders um den nächsten Raubfisch um’s Eck verrückt zu machen…

Für den Hecht verwende ich eine leicht modifizierte Form des Drop- Shot- Rigs. Auf alle Fälle muss Stahl her… alles andere ist eine Glücksache auf die ich nicht bauen will, wenn sich auf einmal die metrige Hechtdame doch auf einen kurzen Flirt mit meinem No- Action- Shad einlassen will. Und wer von uns kennt es nicht wie bissig gewisse (Hecht-) Damen sein können ;-)
Geknotet wird bei Stahl natürlich nicht, da die feinen Drähte eines 7×7 Geflechts bei solch kleinen Radien gerne den Geist aufgeben. Hier kommen Klemmhülsen ins Spiel, die zum einen den Haken im oberen Drittel des Stahlvorfaches halten und an beiden Enden einen kleinen, leichten!!! Ring (bekannt aus dem Karpfensektor) fixieren. Am oberen Ring wird wieder direkt die geflochtene Hauptschnur befestigt und am unteren Ende ein Stück Fluorocarbon, an dem das Drop- Shot- Blei wie gehabt eingeklemmt werden kann.

Drop Shot Rig für HechtDrop Shot Rig für Hecht

Drop Shot Rig für HechtDrop Shot Rig für Hecht

Somit ist man auch gegen die Rasierklingenscharfen Zähne des Hechtes gewappnet und muss nicht bei jedem Drill vor durchtrennten Vorfächern Angst haben. Denn meist verliert man den Hecht dann direkt vor den Beinen, wenn man ihn bereits gesehen hat und ihn sich schon bildlich mit eigenem fetten Grinsen auf der Digicam vorstellt… und JAAAAAAAA, mir ist das auch schon „n‘mal“ passiert :-(

Aufbau der Hecht- Version

Aufbau der Hecht- Version

In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg mit dieser Angelmethode am Wasser!
cu -stone-

System Drifter Segelpose

Im heutigen Bericht möchte ich ein paar Details zur System Drifter Segelpose von FOX Predator online bringen. Segelposen sind wirklich schon ewig am Wasser in Verwendung und ich möchte sie in gewissen Situationen auf keinen Fall mehr missen… Denn an vielen meiner bevorzugten Gewässer herrscht ein Verbot für Boote und somit ist man vom Ufer aus an die Standardspots angewiesen und kann vielversprechende Krautkanten oder Schilfkanten nicht beangeln. Hat man seine Segelpose dabei und noch dazu den richtigen Wind, ist diese Nuss einfach geknackt und man kommt mit seinem Köder an die abgelegensten Stellen am Wasser. Somit erreicht man auch Fische die noch nie in den Genuss gekommen sind auf einen Ködefisch mit Haken zu beissen und erhöht enorm die Chance einem “Schneidertag” zu entgehen.

FOX System Drifter im Einsatz

Es gibt sehr viele Arten von Segelposen am Raubfischmarkt, doch hatten für mich alle die ähnlichen Schwachpunkte. Die Verhedderungsgefahr vom Vorfach mit den Drillingen und der Hauptschnur war egal bei welcher Segelpose enorm und immer ein großer Spielverderber. Denn ich überlegte mir immer dreimal ob ich meine Montage wirklich auf Segelpose umbaue und mir diese mühsame Sache antun sollte. Vor allem bei starkem Wind begann sich die Segelpose im Wasser umzulegen, hebte den Köderfisch somit nahe an die Wasseroberfläche und die durch den leichten Wellengang abgesunkene Hauptschnur verwickelte sich mit dem Vorfach. Begann sich die Segelpose im Wind zu drehen, konnte man die komplette Montage schon wieder einhohlen, da eine Verwicklung des Vorfachs mit der Hauptschnur sicher war. Fox Predator System Drifter

Mit der System Drifter Segelpose kann man sowohl bei starkem, als auch bei schwachem Wind fischen. Fädelt man sie Hauptschnur durch das Rohr ohne Pose, dann ist die Pose für starken Wind eingestellt (Top and Bottom). Mit dem Segel kann man dann auch noch durch rauf- und runterschieben des Gummibandes die Krümmung dieses beeinflussen und somit die Pose auf “high speed” oder “low speed” stellen. Richtig stehen tut die Segelpose im Wasser wenn sie die V- Stellung eingenommen hat. Somit ist die Hauptschnur weit genug weg vom senkrechten Vorfach entfernt und auch bei starkem Seegang ist die Verwicklungsgefahr förmlich ausgeschlossen. Durch die einzigartige Stellung der Pose ist es auch möglich diese leicht zu steuern, da man durch die V- Stellung einen Hebel zum drehen der ganzen Montage hat.

Ist der Wind nicht so stark, dann kann man das Führungsrohr ohne Segel ganz einfach über einen Karabiner entfernen und nur das Führungsrohr mit Segel verwenden (Bottom End). Dabei wird die Hauptschnur unter dem Segel eingefädelt und kommt ganz unten wieder raus. Die Pose steht bei diesem Aufbau senkrecht im Wasser bzw. negt sich leicht etwas in Windrichtung. Über die Biegung des Segels kann man natürlich auch hier die Geschwindigkeit etwas steuern. Das Steuern der Pose über die Rute ist in dieser Ausführung etwas schwierig, bis garnicht möglich und die Verhedderungsgefahr steigt natürlich wieder.

FOX System Drifter im EinsatzUm alle Vorteile dieser Pose auszunutzen braucht man dazu am besten eine schwimmende, geflochtene Schnur und der Spaß kann losgehen… wie schon erwähnt kann man durch leichtes Steuern der Schnur mit der Rute seinen Köderfisch fast perfekt in alle Ecken und Winkel der Teiche und Seen steuern… Da haben echt schon so manche Angelkollegen am Teich Augen gemacht, wo ich meinen Köderfisch hinbringen konnte… Die Windrichtung musste halt passen…Ich angle sehr oft an Gewässer, an denen fast nie andere Fischer in meiner Nähe sind und da kann man getrost nach dieser Methode angeln. Wenn jedoch die Kollegen Rücken an Rücken am Teich sitzen ist es besser man lässt das Teil in der Tasche…

Geliefert wir die Segelpose mit zwei verschiedenen Größen an Schwimmkörpern damit man die Pose an seine Ködergröße perfekt anpassen kann. Durch die sehr grelle Farbe des Segels, ist die Pose auch auf weite Entfernungen sowie auch bei Wellen sehr gut sichtbar. Es gibt auch noch ein Zusatzset an Segeln zu erwerben, mit dem man noch mehr Farben zur Verfügung hat und somit immer eine perfekten Kontrast zum Hintergrund schaffen kann. Der Nachteil dieser relativ großen Segelpose ist sicherlich der Widerstand den sie durch das relativ große Segel und den klobigen Auftriebskörper beim Biss erzeugt… Das heisst es kann schon mal vorkommen, dass ein kleinerer Hecht den Köder wieder ausspuckt, weil der Widerstand doch zu groß war und somit die Tarnung aufgeflogen ist… Bei einem starken Hecht führt der höhere Widerstand zu einem Art Selbsthak- Effekt und kann somit wiederum zu einem Vorteil werden…

Hecht auf System Drifter Segelpose

Der latente Jagdtrieb des Hechtes lässt ihn immer zuschlagen, wenn eine potentielle Beute vor seiner Nase vorbei schwimmt. Mit einem Dicken Brocken auf der Segelpose stimmt das Kosten- Nutzen- Verhältnis des Hechtes auf alle Fälle und lässt auch den Kapitalen Hecht schwach werden und ihn auf einen Köder beissen, der regungslos an einer für den Hecht sicheren Stelle vorbei treibt. Am besten läuft’s, wenn man die Segelpose an eine Strömungskante treiben lässt, an der sie dann auch meistens stehen bleibt oder im Wirbel ihre Kreise zieht. Denn Meister- Esox weiss, wo Strömung ist schwimmt die Nahrung vorbei, doch er selbst steht am liebsten an einer ruhigen, strömungslosen Stelle um seinen Energiehaushalt zu optimieren.

Material & Ausstattung

- Große Run Rings

- Auftriebskörper
- Fiberglasarm

Spaciges Tiroler Hölzl

Die uralte Geschichte des berühmten “Tiroler Hölzls” ist sicherlich jedem Angler der heute sein Bestes am Wasser versucht ein Begriff, wenn er nicht sogar schon ein- oder mehrere male damit sein Glück versucht hat. Der Gedanke hinter dem Grundblei mit einem Luftröhrchen war und ist auch heute noch immer das Wegbekommen der Durchlauföse (Run Rig) von Schlamm und Kraut, um eben genau diese gewünschte Durchlauffähigkeit bei jeder Gegebenheit des Untergrundes zu gewährleisten. Ich habe genauso früher die bekannte Form des Tiroler Hölzls gefischt, musste aber immer wieder eine gewisse Unflexibelheit bemängeln, da zum Einen die Gummiöse am oberen Ende immer mit einem Karabiner oder Ähnlichem erst wirklich fast widerstandslos gemacht werden musste und zum Anderen die Gewichte der Bleie am unteren Ende nicht flexibel an die Gegebenheiten anpassbar waren.
Ein Tropfen Superkleber bewirkt Wunder!

Nicht so beim sogenannten spacigen oder modernen Tiroler Hölzl auch genannt Ledger Stem von FOX. Es besteht aus einem sehr dünnen aber umso widerstandsfähigeren Fiberglasstab mit einer Länge von 33cm mit einer großen Durchlauföse am oberen Ende, welche kombiniert mit einer mitgelieferten Knotenschutzperle wirklich nicht den geringsten Widerstand aufkommen lässt. Direkt unter der Durchlauföse sitzt der Schwimmkörper aus widerstandsfähigen Hartschaumstoff, welcher den Ledger Stem den nötigen Auftrieb gibt und das Vorfach von Schlamm und bodennahem Kraut fern halten soll. Am unteren Ende ist in einer kleinen Öse ein Karabiner eingehängt, an dem man jegliche Bleiformen und Größen einhängen kann. Somit kann man die Montage einfach und perfekt an seine Wurfgewichtbedürfnisse anpassen. Dass so eine Montage nur mit einem Schwimmenden Köder wirklich Sinn macht, muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden, denn sonst würde ja der Köder den Schwimmkörper wieder Richtung Gewässerboden ziehen =). Ein kleiner Mangel, der leider immer noch nicht behoben ist, ist die Tatsache, dass der Schwimmkörper vom Ledger Stem von FOX leicht von der Verdickung am oberen Ende rutscht und somit der Auftrieb der Montage “flöten geht”. Ein Tropfen Superkleber kann diesem Problem aber relativ einfach Abhilfe schaffen…


Dieser Hecht konnte dem Köder mitten im Seerosenfeld nicht widerstehen…

Diese Grundbleimontage ist perfekt mit einer
Kebab- Montage zu kombinieren, da die Bait Poppes den Auftriebskörper des Ledger Stems unterstützen und somit den Köder in einer perfekten Höhe für den Raubfisch angeboten wird. Durch die zusätzliche Schwimmhöhe des Köders kann man ihn somit gerne mal in ein flaches Krautnest oder in ein flaches Seerosenfeld setzen und den Köderfisch mal an einer Stelle anbieten, wo es der Raubfisch sicher noch nicht gewohnt war seine Beute mit versteckten Drillingshaken vorzufinden!

In diesem Sinne, viel Spaß beim Basteln und vor allem viel Erfolg beim Angeln mit dieser herrlichen Montage!


Material & Ausstattung
- Große Run Rings

- Auftriebskörper
- Fiberglasarm
- Karabiner für Blei

Paternoster Rig

Paternoster Rigs standen früher einmal für Vorfachmontagen mit mehreren Haken an denen man mehrere Köder befestigen konnte. Meist hatte man ein großes Blei, ein sehr langes Vorfach mit den einzelnen Haken und einen großen Schwimmer, der an der Wasseroberfläche bei einer richtig gewählten Vorfachlänge für die nötige Spannung des Vorfachs sorgte. Auch wenn man auf diese Art und Weise ein Vorfach nur mit einem Haken verwendete war es immer wieder sehr schwierig, die richtige Vorfachlänge zu erwischen um die ganze Montage straff aufzuspannen. Verwendete man früher noch dazu Lebendköder, bekam man bei  falsch gewählter Vorfachlänge sehr schnell Verwicklungen in die komplette Montage und der Fangerfolg blieb natürlich dadurch aus.
Mit diesem hier vorgestellten, leicht modifizierten Paternoster Rig umgeht man die Problematik mit der Vorfachlänge indem man einfach einen fast unsichtbaren Unterwasserschwimmer (Sunk Float) verwendet. Ist das Standblei und der Schwimmer gut aufeinander abgestimmt, kann mit dieser Montage einem toten Köderfisch der durch Luft, Schaumstoff oder Bait Poppers zum Schweben gebracht wurde unter Wasser ein wenig Leben eingehaucht werden. Der tote Köderfisch kann je nach Wasserströmung 360° rund um das Vorfach kreisen und wenn man den Sunk Float knapp unter die Wasseroberfläche platzier, bekommt man bei leichtem Wellengang kleine Zupfbewegungen in den Köder. Da der Sunk Float im Gegensatz zum normalen Schwimmer vom Ufer aus nicht mehr sichtbar ist, wird es notwenig einen Bissanzeiger direkt an der Rute zu verwenden. Diese Montage spielt ihre Vorteile im späten Herbst oder auch Winter perfekt aus, wenn die Hechte schon etwas träge sind und deswegen den Köder über längere Zeit beobachten wollen bevor sie dann hoffentlich zupacken…

So, nun hab ich aber genug über die Hintergründe der Montage verloren, wir gehen nun über zum Bau eines dieser Paternoster Rigs.Das Paternoster Vorfach an sich, kann man sich auch selbst aus Carboflex- Material, zwei Wirbel und einem Paternoster Wirbel bauen. In dieser Anleitung wurde das Paternoster Vorfach schon fertig gekauft. Es wird nur mehr beschrieben wie man dann die ganze Montage fertig baut und aufeinander abstimmt. Das fertige Paternoster Vorfach hat einen kurzen Teil und einen langen Teil, der vom Paternoster Wirbel wegführt. Der kurze Teil des Vorfaches soll dann später im Wasser nach unten zeigen und das lange Stück Vorfach zeigt zum Sunk Float Richtung Wasseroberfläche.
Am unteren, kurzen Teil des Paternoster Vorfaches wird mit einem Stück Mono- Schnur das Standblei befestigt. Hier kann man je nach gewünschter Präsentationstiefe mit der Läge beliebig variieren. Hier ein Tip: Möchte man komplett flexibel mit den Längen sein, fertigt man sich verschiedene Längen der Monoschnur und knüpft an die Enden jeweils einen Quick Change Karabiner.
Somit kann man je nach Wassertiefe bzw. Sprungschichttiefe schnell und unkompliziert die Länge der Verbindung zum Blei durch Aus- und Einhängen der verschiedenen Mono- Längen ändern. Man kann aber natürlich auch genau so  die Mono direkt an das Blei und das Paternoster Vorfach anknüpfen, da sich der Aufwand zum Wechseln der Länge doch in Grenzen hält und man sich somit die Quick Change Karabiner und die Anti Tangle Sleeves spart.
In meiner Paranoier vor Verwicklungen schiebe ich gerne eine Knotenschutzperle über den Wribel am Karabiner des Bleies, knote die Mono fest und schiebe auch noch über das obere Öhr des Wirbels eine zweite Knotenschutzperle. Somit habe ich auch hier einen kleinen “Anti-Tangle-Effekt” erzeugen können.

In die Mono mache ich zwei bis drei Knoten rein, damit ich bei einem Hänger nicht die komplette Montage mit den vielen, nicht gerade billigen Komponenten verliere, sondern nur das Blei durch den Bruch der Mono an einer der Sollbruchstellen (Knoten) am Teichgrund zurückbleibt. Am oberen Ende der Mono wird der kurze Teil des Paternoster Vorfaches befestigt und auch dieser Knoten durch eine Knotenschutzperle geschützt. Zum Abschluss muss nur noch die ganze Montage am obersten Karabiner an der Hauptschnur befestigt und am Paternoster Wirbel ein Vorfach mit dem ausbalancierten Köderfisch eingehängt werden, fertig ist die Paternoster Montage.

Um Verwicklungen beim Auswerfen zu verhindern, muss das Vorfach mit den Drillingen unbedingt kürzer sein, als die Vorfachlänge des Carboflex- Vorfaches vom Paternoster Wirbel zum Sunk Float. Nach dem Auswerfen kann man durch justieren der Hauptschnur den Unterwasserschwimmer entweder senkrecht positionieren oder in eine gewisse Schräglage bringen, wobei man die Schnur ja nicht zu straff spannen soll, um dadurch nicht den großen “Beweglichkeitsvorteil” des Paternoster Vorfaches zunichte zu machen.
Zum Abschluss noch ein Hinweis: Diese Montage verwendet ich vorrangig an Gewässern mit Potential auf größere Hechte im Herbst. Hier die Erklärung; der Hecht nimmt den Köderfisch fast immer Quer in sein Maul und dreht nach dem Biss schlagartig vom Köder ab. Verwendet man ein Grundblei, welches schwer genug ist, rammt sich der Hecht die Haken selbst in sein Maul -obwohl man trotzdem nach einem Biss unbedingt kräftig anschlagen soll-. So, ist das Hechtmaul jetzt groß genug, sind die beiden Drillinge in diesem Moment im Maul und er hakt sich selbst. Handelt es sich jedoch um einen kleinen Esox, ergo um ein kleineres Maul, liegen die Haken außerhalb und man braucht eine mächtige Portion Glück, damit sich der Hecht trotzdem selbst hakt. Diese Montage hat also zwei Vorteile; zum Einen kann ein Hecht die Haken gar nicht tief schlucken und konnte von mir somit noch jedes mal unversehrt zurückgesetzt werden und zum Anderen merken kleine Hechte den Widerstand beim Biss, haben die Haken nicht im Maul und spucken so den Köder wieder aus. (abhängig vom Abstand der beiden Haken am Deadbait Uni Trace).


Dieser Esox konnte dem herumtreibenden Köderfisch nicht widerstehen…

Man kann also den Köder getrost nach so einem Fehlbiss an Ort und Stelle lassen und auf den nächsten, größeren Hecht hoffen! Hat man also wie zum Beispiel  im Herbst sehr wenig Köderfische zur Verfügung, läuft man mit dieser Montage nicht Gefahr ständig die Köder durch Hechtbisse der kleineren Art zu verlieren, denn seit ich diese Montage verwende, hat es ein kleiner Hecht noch nicht geschafft den kompletten Köderfisch vom Vorfach zu reissen. Maximal ein paar Schrammen und Risse am Köderfisch zeugten von den Attacken des kleinen, ungestümen Nachwuchses. Will man den kleineren Artgenossen nachstellen, kann man diese Montage sehr wohl auch benutzen, nur muss man den Abstand der beiden Haken am Vorfach deutlich verringern und auch eine kleinere Hakengröße dafür wählen.

Wie immer an dieser Stelle, viel Spaß beim Nachbauen der Montage und was vor allem zählt… Viel Erfolg mit dieser ausgezeichneten Montage am Wasser, wenn die Sonne schon sehr flach steht!
Material & Ausstattung
- Unterwasser- Schwimmer (Fox large sunk float) 

- Fox helicopter rotary uptrace
- 3 Knotenschutz Perlen (Knot Protector Beads)
- Vorfach (Fox ready made paternoster trace)
- Grundblei (Fox 4.75oz (135g) Horizon Lead)
- Mono (Fox Soft Steel Camo 15lb)
- Karabiner (Fox Speed Link)
- Schere für Stahlvorfächer (Trace Blades)

Raubfisch-Lockstoffe

mein kleiner aber feiner Chemiekasten…
Heute möchte ich einmal eines der am meist diskutierten und geheimnisvollsten Themen der Anglerszene ansprechen, ja genau, ihr habt richtig in der Headline gelesen… es gibt auch tonnenweise Lockstoffe in der Raubfischwelt… Beim Karpfenangeln ist man die breite Palette an den verschiedensten Geschmäckern und Lockstoffen gewohnt und kann zwischen tausenden Geschmacksrichtungen wählen. Für welche man sich schlussendlich entscheidet bestimmt meist das Bauchgefühl, obwohl man sich schon nach gewisse Jahreszeiten und andere Gegebenheiten richten kann.
Aber frag mal einen Karpfenangler nach seinen verwendeten Lockstoff und er wird dir alles andere erzählen als seine Favourits, so kann man nur seine eigenen Tests machen, denn nach den Werbeaufdrucken der Verpackungen würde man sowieso immer nur die ganz dicken Fische an Land ziehen. Im Raubfischbereich ist die Lockstoffindustrie bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie bei den zahnlosen Kammeraden. Doch dieser Trend ist sehr stark im Kommen… Ich habe auch schon so einige Marken und Geschmacksrichtungen von Ölen durchgetestet, aber bei keinem Lockstoff so wirklich einen gravierenden Unterschied bemerkt wobei alle Bücher und Zeitschriften den Räubern extrem ausgeprägte Geschmackssinne nachsagen. Eines ist klar, hat man einen Köder wie eine Makrele oder einen anderen sehr öligen Fisch, spart man sich sicherlich die Lockstoffe, da der Köder selbst genügend Locksubstanzen beinhaltet.
Hat man jetzt aber seinen Köderfisch schon einige Zeit im Wasser und erwischt auf Grund von Wind oder anderen “Köderfischfangkillern” kein frisches Exemplar mehr, kann man sehr wohl seinen alten, ausgelaugten Köderfisch neuen Pepp verabreichen. Ich werde bei weitem nicht von einer der erwähnten Marken gesponsert aber bei mir hat sich für Zander witzigerweise nur an gewissen Gewässern “Cormoran Double Fish” Zander und ”Cormoran Double Fish” Hecht als wirklich guter “Aufpepper” erwiesen… Die Frage ist immer war es wirklich der Lockstoff, oder hätte der Räuber auch so gebissen? Na ja, fängt man, ist diese Frage schnurz piep egal… Diese beiden Lockstoffe riechen überhaupt nicht nach Fisch oder Ähnlichem, sie riechen eher nach Nagellack… ja ich weiss, klingt komisch… ist aber echt so… und pushen eher bei Gewässern mit Futterarmut, also bei sehr wenigen Futterfischangebot…
klebrig und geruchsintensiv…
Den Zweiten Lockstoff den ich immer wieder an Gewässern mit viel Futterfischangebot verwende ist “SCENT TRAIL” von Dynamite Baits. Er stinkt wirklich nach Fisch und ihn gibt es in 3 verschiedenen Geschmacks- nein besser gesagt Gestanksrichtungen. Es ist eine zähflüssige, eingefärbte Flüssigkeit, mit feinen Partikeln untergemengt. Diese Partikel sollten Köderfische anlocken und wie man weiss lockt der Krawall der Köderfische auch so manchen Raubfisch aus seiner Reserve.
Einfach mit dem Pinsel aufgetragen haftet das Zeugs wirklich Bombenfest am Köder und gibt im Wasser erst langsam seine Öle und Geschmacksstoffe frei. Wie gesagt mit der großen Angst doch mit einem Blank nach hause gehen zu müssen kommt dann das kleine aber feine Chemietäschchen zum Einsatz und auch wenn es nichts bringt, man weiß für sich selbst, man hat sogar die Lockstoffe versucht und dann hat es an diesem Tag halt nicht sollen sein.
Wer weiß, wer weiß ob ich diesen Räuber auch ohne Lockstoffe überlistet hätte?!? Ehrlich gesagt keine Ahnung aber Fische haben einen Geschmackssinn bzw. Geruchssinn und die Industrie wirft Lockstoffe auf den Markt, warum sollte mir der Lockstoff nicht gerade an diesem Tag den kleinen aber feinen Unterscheid gemacht haben…

Vielleicht hat dieser Prachtkerl gerade auf Grund des Lockstoffes gebissen…

Also bitte, probiert einfach aus was der Markt so zu bieten hat und wenn euch das Bauchgefühl zu einem Lockstoff zieht, testet es einfach… so wirklich die große Investition sind diese Mittelchen ja nicht… Ich kenne aber auch genügend Raubfischangler die auf solche dinge keinen Wert legen und genauso ihre guten Fänge haben… In diesem Sinne… bleibt einfach kreativ und lasst euch von Niemanden -also auch nicht von mir- etwas aufschwatzen…


Material & Ausstattung
- Cormoran Double Fish Hecht
- Cormoran Double Fish Zander
- Dynamite Baits SCENT TRAIL Killer Fish
- Dynamite Baits SCENT TRAIL Blood Red
- Dynamite Baits SCENT TRAIL Pike Strike

Fire-Ball Jig

“Wenn gar nichts mehr geht…”, dann kommt bei mir immer diese Montage zum Einsatz. Wenn alle Kunstköderarten, ob Hard Lures, Soft Lures, Caroliner- oder Texas Rigs keinen Zander oder Hecht in den Kescher brachten, dann greife ich zur Superwaffe gegen die vorsichtigsten Raubfische.
Denn wenn der Raubfisch nicht einmal den Futterfisch seiner gewohnten Umgebung vor seinem Maul vorbeitorkelnd fressen will, dann soll es an diesem Tag wirklich nicht sein. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Raubfische in manchen -viel befischten- Gewässern immer vorsichtiger werden und man sie daher mit einem Kunstköder, egal in welcher Ausprägung, fast nicht mehr überlisten kann. Dann greift man entweder zur Grundmontage und beginnt stationär mit totem Köderfisch zu Fischen oder verwendet eben genau die hier beschriebene Montage. Bei dieser Montage bietet sich der Twist- Konten perfekt an, zum einen spart man sich die relativ teuren Klemmhülsen und zum anderen läuft man mit diesem Knotless- Knot nie Gefahr, dass das Stahlvorfach direkt hinter der Klemmhülse knickt und dann im entscheidenden Moment -ja genau, wenn der Meter- Hecht am Drillingshaken hängt- abreisst. Also die heutige Montage ist ohne Gripmzange und ohne Klemmhülsen zu montieren, hält aber trotzdem bombenfest.

Im Step eins schneide ich ein 6cm – 10cm langes Stück Twist Wire Stahlvorfachmaterial ab. Wie der Name schon sagt, ist dieses Vorfachmaterial genau für den heutigen Anwendungszweck gedacht. Es ist ein relativ steifes Material, welches eben genau beim “Wickeln” die form behält und sich nicht mehr von selbst abwickeln kann.

Am Anfang kam mir dieser Knoten zwar sehr unsicher vor, doch nun fische ich seit sehr langer Zeit damit und ich hatte noch nie Probleme mit dem Halt der Wicklungen. So, hat man das Stück Stahlvorfach auf seine gewünschte (Köderfisch-) Länge abgeschnitten, wird es mit einer doppelten Schlaufe durch die Öse des Drillingshakens gefädelt und festgezogen. Anschließend hängt man den Fox Easy Twist Twidling Stick in den Drillingshaken ein, presst die beiden Teile des Stahlvorfaches ganz knapp an der Öse ganz fest zusammen und beginnt den Haken mit dem Twidling Stick zu drehen, bis das kurze Ende komplett um das Stahlvorfach gewickelt ist. Ein kleiner Tip: wenn man das Stahlvorfach auf den letzten 1-2cm mit dem Feuerzeug erhitzt, ist es noch geschmeidiger und einfacher zu Wicklen. Ist das Ende komplett aufgewickelt, wird einfach ein Drillingshakenschutz über die Öse geschoben und fertig ist die eine Seite der Montage.

Auf der anderen Seite wird zuerst der Drillingshakenschutz verkehrt auf das Vorfach geschoben und anschließend ein Quick Change Karabiner erneut mit einer Doppelschlaufe am Stahlvorfach fixiert. Und hier wieder das Gleiche, Twidling Stick eingehängt, mit den Fingerspitzen ganz knapp am Karabiner zusammengepresst und los geht die Dreherei, bis auch hier wieder das Kurze Ende komplett um das Vorfach gewickelt ist. Nun kann man den Quick Change Karabiner am Fire-Ball Jig einhängen und mit dem Drillingshakenschutz die ganze Montage fixieren. Durch die Verwendung eines Quick Change Karabiners hat man den großen Vorteil, dass man sich für einige Köderfischgrößen die Montage bauen kann und sie dann je nach Größenbedarf einfach durch aus- und einhängen tauscht. Somit kann man mit nur einem Fire-Ball Jig Head jegliche Ködefischgrößen bombenfest aufködern.
Jetzt fehlt nur noch eine kleine tote Laube oder eine Rotfeder und es kann losgehen!

Wobei auf alle Fälle eine Rotfeder zu bevorzugen ist, da Lauben eine sehr weiche Konsistenz haben und man somit beim Werfen sehr, sehr vorsichtig vorgehen muss um nicht nach jedem zweiten Wurf einen neuen Köder zu brauchen…


Lauben sind wirklich ein TOP- Köder,
doch sie halten leider sehr schlecht am Haken…

Abschließend kann ich nur sagen dass mir diese tolle Montage mit einem toten Naturköder schon manchmal den Tag gerettet hat. Vor allem an windigen Tagen, an denen die Köderfische in ihre Verstecke abtauchen, ist diese Montage oft der Top Köder beim Spinnangeln in Ufernähe…

Dieser Zander lies sich erst durch eine Fire-Ball Jig- Montage zum Beissen überreden…



Wie immer, viel Spaß beim Nachbauen der Montage und vor allem viel Erfolg damit am Wasser

Material & Ausstattung
- Fox Easy Twist Twidling Stick für Stahlvorfach
- Fire-Ball Jig 18g
- Easy Twist Trace Wire 20lb
- 2 x Drillingshakenschutz (Treble Hook Sleeve)
- Quick Change Swivels
- Drillingshaken (Carbon Treble Hook Gr.6)
- Schere für Stahlvorfächer (Trace Blades)

Hier noch ein Video von Dietmar Isaiasch:
 

Deadbait Uni Trace

Heute will ich euch mal zeigen wie man ein Deadbait Uni Trace selber baut. Wie der Name schon sagt ist das Vorfach für einen toten Köderfisch oder Teil eines Köderfischs gedacht. Es besteht aus einem Drilling und einem Einfachhaken. Der Einfachhaken soll durch die Schwanzwurzel gehakt werden und der Drilling steckt in der Seitenflanke des Köderfisches.
So, wie baut man sich nun so ein Vorfach wie man es in allen Videos und Zeitschriften immer wieder sieht selbst?
Man längt einmal das Stahlvorfach mit einer Länge von ca. 25cm ab und fädelt den Einfachhaken je nach Köderfischgröße -ich verwende meistens einen Abstand von ca. 8cm- auf das Stahlvorfach.
Mein Tip, immer die Köderfischgröße an das Vorfach anpassen und nicht umgekehrt, den sonst hat man in Kürze einen Berg von Vorfächern, und man findet auf die Schnelle sicher nicht die passende Länge und baut sich wieder ein Neues. Dann nimmt man das längere Stück Stahlvorfach und wickelt es 5 mal um den Schenkel des Einfachhakens, schön straff und so knapp wie möglich an der Hakenöse.
Nach den 5 Umwicklungen fädelt man das Stahlvorfach durch die Öse des Einfachhakens und zieht die komplette Wicklung fest. Man kann diese Wicklung abschließend mit Superkleber fixieren, mach ich aber nie, denn es ist überhaupt nicht notwendig sondern beschädigt höchstens die Gummibeschichtung des Stahlvorfaches. Also ich lasse den Kleber lieber weg, denn die Wicklung hält auch so bombenfest. Danach schiebt man den Einfachhakenschutz über die Wicklung um sie vor Steinen und anderen spitzen Dingen beim Drill zu schützen. Im nächsten Schritt fädelt man den zweiten, größeren Drillingshakenschutz, die Klemmhülse und den Drillingshaken in dieser Reihenfolge auf das kurze  Stück vom Stahlvorfach und fädelt das kurze Ende mit einer Schlaufe zurück durch die Klemmhülse. Das Ende soll so ca. ein bis zwei Millimeter aus der Klemmhülse herausstehen, bevor man die Verbindung mit der Crimpzange und einem festen Druck verquetscht. Abschließend schiebt an den Drillingshakenschutz über die Klemmhülse und den Schaft vom Drillingshaken und  fertig ist die eine Seite des Vorfaches. Nun zum anderen Vorfachende.
Auf der anderen Seite des Stahlvorfaches steckt man zuerst den Klemmhülsenschutz verkehrt auf , dann sie Klemmhülse und abschließend den Wirbel. Man führt das Ende des Stahlvorfaches mit einer Schlaufe zurück in die Klemmhülse, sodass das Ende auch hier ca. ein bis zwei Millimeter raussteht und verquetscht auch hier die Verbindung mit der Crimpzange. Abschließend schiebt man den Klemmhülsenschutz über die befeuchtete Klemmhülse und auch über das Öhr des Wirbels, fertig ist das Perfekte Vorfach für Hecht und in einer feineren Variante auch für Zander.

Fertiges Vorfach, bereit für den Einsatz…


Im nachfolgenden Bericht über Bait Poppers geht’s weiter, bis zum Aufködern eines Köderfisches… weiter zum Bait Poppers- Bericht…

Material & Ausstattung:
- Stahlvorfach
(Carboflex 7 Strand Stainless Steel)
Super verflochten und mit einer hauchdünnen
Gummischicht überzogen
- Crimpzange (Crimping Pliers 6 Inch)
- Schere für Stahlvorfächer (Trace Blades)
- Einfachhaken (SSC ARMA Point Gr.2)
- Drillingshaken (Carbon Treble Hook Gr.6)
- 2 Klemmhülsen (Carboflex Crimps)
- Klemmhülsenschutz (Trace Crimp Cover)
- Drillingshakenschutz (Treble Hook Sleeve)
- Einfachhakenschutz (Treble Hook Sleeve klein)
- Wirbel (FOX Swivels)

Bait Poppers

Viele Karpfenfreunde werden jetzt wohl ein bisschen schmunzeln, denn ihnen wird die Methodik wohl sehr bekannt vorkommen. Vielleicht nicht gerade in dieser Ausführung aber sie sind es gewohnt ihre Baits etwas entfernt vom Grund des Sees oder Teiches anzubieten. Auch bei den englischen Raubfisch- Profis hat es sich eingebürgert, den Köderfisch sogar für den Hecht schwebend über dem Boden anzubieten und sie verzeichnen mit dieser Technik sehr gute Fangergebnisse… Ich selbst fische seit 2 Jahren immer wieder genau nach dieser Methode und kann nur sagen es hat sich ausgezahlt. Jetzt werden sich viele von euch denken… was labert er da von Popup’s & Co, ist ja alles ein alter Hut… OK, einen Köderfisch mit einem Styropor zum schweben zu bringen ist echt schon eine verdammt alte Methode und bewährt sich noch immer Tag für Tag an den Gewässern, jedoch was macht man wenn der Köderfisch gefroren ist? Lässt man ihn auftauen, kann man zwar Styropor oder ähnliches in ihm verstauen, oder ihn mit einer Spritze mit etwas Luft zum schweben bringen, doch der Köder wird im aufgetauten Zustand miserabel am haken halten. Und genau in diesem Moment wird die heute vorgestellte Methode zum Bringer! Man hängt den Köderfisch auf das Vorfach und hängt anschließend die heute vorgestellte Montage am Drilling ein.
So, wie baut man sich nun so eine Behelfsmontage? Man nimmt ein oder zwei Bait Poppers, je nach dem wie groß der Köderfisch ist und fädelt mal einen auf den Bait Popper Stemp. Anschließend nimmt man ein Stück vom Draht und befestigt ihn mit einer Schlinge und einer Klemmhülse am Stamp. Anschließend schiebt man den zweiten Bait Popper über den Zapfen und fixiert so die Schlaufe. Am anderen Ende bildet man eine kleine Schlaufe und fixiert auch diese mit einer kleinen Klemmhülse. Abschließend schneidet man ein kleines Stück von einem Schrumpfschlauch ab (am besten durchsichtig, damit man die Schlaufe leichter mit der Hakenspitze trifft), schiebt dieses Stück über die Schlaufe und sticht mit dem Haken des Drillings auf dem der Widerhaken ist durch den Schrumpfschlauch und die Schlaufe. Somit ist die Bait Popper- Montage super am Haken fixiert und kann auch nicht so einfach herunterrutschen. Laut einigen Testberichten sollen die roten Bait Poppers eine zusätzliche Lockwirkung auf den Räuber haben, da sie austretendes Blut oder rote Kiemen imitieren und somit den Räuber vielleicht noch eher zum Biss verlocken könnten.

Fertige Montage, in Sekunden am Wasser einsatzbereit…
Damit brachte ich auch schon die schwerste gefrorene Makrele zum Schweben und hab wirklich schon tolle Fänge verzeichnen können!


So, nun kommen wir zum Aufködern einer gefrorenen Sardelle. Man sticht den Einfachhaken bei der Schwanzwurzel durch das Rückgrad, sodass die Hakenspitze auf der anderen Seite wieder rauskommt. Dann hängt man bei der einen Variante einfach den Bait Popper auf dem Schenkel des Drillings ein, mit dem man auch in die Flanke des Köderfisches einsticht oder man macht es auf einen der beiden anderen Schenkel und fixiert den Bait Popper mit einem Schrumpfschlauch wie oben beschrieben.


Hat man weite Würfe mit dem Köderfisch vor empfiehlt es sich erstens die Schwanzflosse zu stutzen, da sie dem Fisch beim Werfen einen Drall gibt und sich somit das ganze Vorfach leichter verwickeln kann. Zweitens empfiehlt es sich den Bait Popper nicht frei hängen zu lassen -da auch er sich leicht verwickeln kann- sondern sticht ihn quer durch den Fisch und fixiert die Schlaufe dann wieder am Haken. Somit kann nichts pendeln und sich auch nichts verwickeln…

Viel Spaß und viel Erfolg beim Ausprobieren!

Dieser Zander konnte einer halben Sardelle nicht widerstehen…

Material & Ausstattung
- Crimpzange (Crimping Pliers 6 Inch)
- Schere (Trace Blades)
- zwei kleine Klemmhülsen (Carboflex Crimps)
- ein bis zwei Auftriebskörper (Bait Poppers)
- dünner Draht (Riggin Wire)

- Bait Popper Stemp
- Schrumpfschlauch

Kebab Trace

Dieser Bericht beginnt bei den Einzelteilen einer Kebab- Montage, geht über das Bauen dieser, bis hin zum richtigen Aufködern. Ja genau, richtig gelesen, “Kabab”… Ich will euch heute zeigen, wie man einzelne Fischteile auf einem Vorfach richtig auffädelt und somit einen Räuber fangen kann. So wie bei der Dönerbude ums Eck, Schichten von Fleisch auf einen Spieß aufgefädelt werden, werden einfach einzelne Teile einer Rotfeder oder wie in diesem Bericht Teile einer Sardelle auf eine Kebabmontage aufgefädelt und mit einem Bait Popper zum Schweben gebracht.


Die Lockwirkung deser Montage ist enorm, da die einzelnen Fischbrocken ihren ganzen Duft erst unter Wasser entfalten und auch die Öle können perfekt ausströmen und locken den sehr geruchs- und geschmackssensiblen Zander oder Hecht. Beginnen möchte ich mit dem Bait Popper…

Erst schneide ich ein ca. 6cm langes, weiches Stahlvorfach ab und schiebe einen Bait Popper auf einen kurzen Bait Poppers Stemp, um anschließend mit einer kleinen Schlaufe und einer Klemmhülse das Stahlvorfach daran zu befestigen. Abschließend schiebe ich ein zweites Bait Popper auf den Stemp und fixiere somit gleich auch die Schlaufe mit der Klemmhülse. Auf der anderen Seite bilde ich auch eine kleine Schlaufe und fixiere diese genauso mit einer kleinen Klemmhülse mittels Crimpzange.

Zusätzlich presse ich die kleine gequetschte und somit flache Klemmhülse mit einer spitzen Flachzange komplett kompakt zu einem kleinen “V”. Somit hat die Klemmhülse eine kleinerer Fläche ohne scharfe Kanten die sich beim Auffädeln durch die gefrorenen Fischstücke ansonsten nur verhängen würden.

Abschließend schneide ich noch ein kleines Stück -ca. 1cm- eines durchsichtigen Schrumpfschlauches ab und schieb ihn über die Schlaufe. Beim Einhaken durchsticht man den Schrumpfschlauch durch die Schlaufe und fixiert somit die Bait Poppers Montage verlustsicher am Drillingshaken und kann sie auch wieder leicht vom Haken entfernen.
So weit so gut, im nächsten Schritt bauen wir uns ein einfaches Drillingsvorfach. Dazu schneide ich ein ca. 20cm langes Stück eines Stahlvorfaches (25lb) ab und fädle einen Drillingshakenschutz, eine Klemmhülse und einen Drillingshaken auf das Vorfach.
Anschließend fädle ich das Ende des Stahlvorfaches über eine Schlaufe zurück in die Klemmhülse, sodass die Schlaufe so klein wie möglich ist und das Ende ca. ein bis zwei Millimeter aus der Klemmhülse steht. Mit einem festen Druck mit der Crimpzange wird die Klemmhülse fest verquetscht, der Drillingshakenschutz über den Schaft des Drillingshakens geschoben und fertig ist die eine Seite des Vorfaches.
Am anderen Ende des Vorfaches fädle ich einen Klemmhülsenschutz, eine Klemmhülse und einen Wirbel auf das Vorfach. Wieder wird das Ende über eine Schlaufe zurück in die Klemmhülse gefädelt, sodass das Ende ca. ein bis zwei Millimeter raussteht.
Fixiert wird die ganze Sache wieder mit der Crimpzange und zum Abschluss wird noch der Klemmhülsenschutz über die befeuchtete Klemmhülse und über die eine Öse des Wirbels geschoben. Fertig ist die Montage!

So, am Wasser angelangt geht’s ans Aufködern des gefrorenen Köderfischstücke. Die Köderfische sollten entweder frisch gefangen oder wirklich noch gefroren sein, da man sonst beim Auswerfen eher weiträumig die Fische füttert als sie mit dem Vorfach zu fangen. =)
Um die Köder eben noch gefroren ans Wasser zu bekommen “zweckentfremde” ich ein Evolution Boilie Bag, welches für einen Tagesausflug oder mit Kühlakku sogar für eine Nachtsession genügt, um das Auftauen der Köder lange genug hinauszuzögern. Nun schnappt man sich seinen Köderfisch, hier eine Sardelle und schneidet sie in kleine Happen von ca. 2- 3cm Breite.
Man sucht sich zwei bis drei schöne Stücke, am besten aus der Mitte des Fisches und fädelt sie auf eine Ködernadel, hängt den Bait Popper ein und zieht ihn durch die Fischstücke.
Zum krönenden Abschluss noch das Stück Schrumpfschlauch über die Schlaufe geschoben und mit dem Schenkel mit Widerhaken durch den Schrumpfschlauch und die Schlaufe gestochen… Nun ist die Montage fixiert und kann raus an den Spot… Während dem Auftauprozess werden dann im Wasser die ganzen Öle und Geschmäcker freigesetzt und der Köder entwickelt somit eine enorme Lockwirkung auf Hecht, Zander & Co…
Dieser Hecht konnte den intensiven Duftstoffen
der Kebab- Montage nicht widerstehen…



Update: 02. Oktober 2010

Als News und Nachtrag zum Bericht gibt es nun von FOX Predator den Kebab Kit. Dabei wurden die
Bait Popper Stemps verlängert, um drei Stück Köderfisch auffädeln zu können und die Stemps wurden auch noch zugespitzt.

Somit kann man die Köderstücke einfach aufspießen und erspart sich die Ködernadel. Durch das Loch in der Spitze der Stemps ist es möglich ganz einfach einen Schenkel des Drillings zu stecken und fertig ist die Montage! Am Drilling fixiert wird die Montage mit einem Bait Flagg, welches auch im Kit enthalten ist. Echt eine super Sache, durch die man am Wasser pfeilschnell die Ruten mit frischen Ködern versehen kann, ohne vorher lange irgendwelche Montagen vorbeireiten zu müssen!


Viel Spaß beim Nachbauen und vor allem viel Erfolg mit der Montage am Wasser!


Material & Ausstattung
- Crimpzange (Crimping Pliers 6 Inch)
- Spitze Flachzange (Needle Nose Pliers)
- Schere für Stahlvorfächer (Trace Blades)
- zwei kleine Klemmhülsen (Carboflex Crimps)
- zwei mittelgroße Klemmhülsen (Carboflex Crimps)
- ein bis zwei Auftriebskörper (Bait Poppers)
- Bait Popper Stemp
- ein bis zwei Bait Poppers
- Schrumpfschlauch
- Stahlvorfach
(Carboflex 7 Strand Stainless Steel)
Super verflochten und mit einer hauchdünnen
Gummischicht überzogen
- Stahlvorfach
(Soft Steel Trace Wire)
extrem weiches Stahlvorfach
- Drillingshaken (Carbon Treble Hook Gr.6)
- Klemmhülsenschutz (Trace Crimp Cover)
- Drillingshakenschutz (Treble Hook Sleeve)
- Wirbel (FOX Swivels)
- Kühltasche (Evolution Boilie Bag)
- Ködernadel (Spare Splicing Needle)